NAGELFABRIK

 

Geschichte

 

1876

Gründung einer mechanischen Werkstatt durch Wilhelm Röcker (1) auf einer Fläche von ca. 50 m². Später beginnt er die Produktion von Schuhnägeln auf einer selbst konstruierten Nagelmaschine.

In der rein landwirtschaftlich geprägten Gemeinde lebten damals ca. 1.200 Menschen.

 

1879

Einstellung des ersten Mitarbeiters.

 

1880 - 1886

Flächenerweiterung von 759 m² auf 1893 m².

 

ab 1885

Eine eigene kleine Dampfmaschine mit ca. 25 PS lieferte elektrische Energie.

 

ab 1886

Arbeiten werden wegen guter Auftragslage im Mehrschichtbetrieb durchgeführt.

 

1900 – 1901

Bau eines Wasserkraftwerks an der Enz in Besigheim zur Versorgung der Nagelfabrik in Löchgau mit elektrischer Energie.

 

ab 1901

Versorgung erster Gebäude der Stadt Besigheim mit Strom (Konzessionsvertrag). Daraus entstand eine langjährige Stromversorgung der Stadt (bis 1997).

 

1907

Tod des Firmengründers. Fortführung der Firma durch die drei Söhne Wilhelm (2), Heinrich und Rudolf Röcker.

 

1932

Die Nagelfabrik Röcker produziert 58 % des deutschen Schuhnagelbedarfs.

Das Sortiment wird in über 40 Länder weltweit verkauft.

 

1938

200 Mitarbeiter stellen 3.300 Tonnen an Nägeln her.

 

1936 – 1940

Flächenerweiterung auf 1,6 ha. Neubau eines großen Gebäudes für ca. eine Million Reichsmark.

 

1945

Nach Kriegsende zunächst totale Stilllegung. Zum Jahresende wieder langsamer Produktionsbeginn.

 

1946 – 1974

Wegen Rückgang des Nagelbedarfs wurden andere Fertigungsmöglichkeiten gesucht:

Bau von Ölbrennern, Fertigung von Sonnenjalousien, Schleifen von Stahlstangen, Herstellung von nassblank gezogenen Drähten.

 

1949

Beginn einer Struktur- und Absatzkrise auf dem Nagelsektor.

 

1972

Kooperation mit der Westfälischen Union.

 

1974

Ende des Betriebs der Nagelfabrik. Das Areal wird zum Gewerbepark.

Das Wasserkraftwerk an der Enz und die Stromversorgung der Stadt Besigheim wurden in einer familieneigenen Gesellschaft bis 1997 weiter betrieben.

 

1996

Eine umfangreiche Nagelsammlung geht an die Gemeinde Löchgau. Es sind 250 Kisten mit 4.595 unterschiedlichen Nagelsorten.

 

1997

Verkauf der Elektrizitätswerk Besigheim Wilhelm Röcker GmbH & Co KG an die Neckarwerke (heute EnBW). Das Kraftwerk ging an eine Familie Boll.

 

1998

Das Nagelmuseum wird in der Jakob-Löffler-Schule der Gemeinde Löchgau eröffnet.

 

2011

Das Nagelmuseum zieht in einen restaurierten Gutshof in Löchgau um.

 

Seit 2015

Umfassende Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen.

 

 

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